Bitcoin-Rente

Dank Bitcoin-Rente gelassener aufs Alter blicken

Angesichts der kontinuierlichen Wertzunahme von Bitcoin ist zu erwarten, dass die Kryptowährung auch im Bereich der Altersvorsorge eine wachsende Rolle spielt. Welche Probleme kommen auf das Rentensystem zu? Wie könnte eine private Rentenplanung mit Bitcoin aussehen? Wie viel Bitcoin bräuchte man, um bis ins Alter davon leben zu können? Solchen Fragen widmet sich der nachfolgende Beitrag.

 

Rentensysteme vor strukturellen Herausforderungen

Die meisten Rentensysteme in westlichen Volkswirtschaften stehen vor grundlegenden Herausforderungen: Bis 2050 könnte ein Drittel der EU-Bürger 65 Jahre und älter sein, die Geburtenraten sinken weiter. Diese und weitere Faktoren bewirken, dass immer weniger Erwerbstätige einer steigenden Zahl von Renten- und Beitragsbeziehern gegenüberstehen (im Jahr 2050 voraussichtlich zwei arbeitstätige Personen für jeden Rentner).

Als immer schwerere Bürde für die Rentensysteme erweisen sich zudem die niedrigen Zinsen bzw. der hohe Inflationsdruck. Daraus resultieren geringe oder teils sogar negative reale Renditen, bei steigenden Gebühren.

In der Schweiz werden für die sogenannte erste Säule (AHV) für 2030 Defizite von rund 2,5 Milliarden Franken bzw. für 2040 von ca. 5,7 Milliarden erwartet; selbst nach Einführung einer 13. AHV-Rente bliebe für 2030 ein Fehlbetrag von 500 Millionen und für 2040 von vier Milliarden Franken.

Die zweite Säule (berufliche Vorsorge / BVG) wird durch die Kombination aus extrem niedrigen Zinserträgen und einem festgelegten Umwandlungssatz unter Druck gesetzt. Dies führt zu einer Finanzierungslücke in Pensionskassen und gefährdet die langfristige Leistungssicherung.

 

Vorsorge unter dem Damoklesschwert der Geldentwertung

Unabhängig von der jeweiligen Jurisdiktion halten alle grossen Rentenkassen liquide Mittel (Cash) in Fiat-Währungen sowie Anleihen. Beim Ausgleichsfonds der AHV/IV/EO machen auf Fremdwährungen lautende Anleihen rund 37 Prozent der Allokation aus, Anleihen in Schweizer Franken weitere ca. 15 Prozent.

Durch umsichtiges Risikomanagement versuchen Rentenkassen, im Gegensatz zu den meisten Sparern, mögliche negative Konsequenzen einer einseitigen Währungsexposition zu minimieren, doch aus der Welt schaffen lässt sich das Problem des Wertzerfalls aller Fiat-Währungen auch dadurch nicht.

 

 

Mit Bitcoin-Ersparnissen wertstabile Rücklagen bilden

Anders als eine nationale Währung hängt der Wert von Bitcoin nicht von der Entwicklung in einem spezifischen Wirtschafts- und Geldsystem ab. Der Untergang einer für eine Volks- oder gar die Weltwirtschaft systemrelevante Grossbank, eine Verschuldungs- oder akute Solvenzkrise – diese und andere Szenarien bereiten Bitcoin-Haltern weniger Kopfschmerzen als gewöhnlichen Rentnern und Sparern, die darauf hoffen müssen, dass ihre Währung möglichst lange vor solchen Ereignissen verschont bleibt.

Berüchtigt ist Bitcoin vor allem für seine kurzzeitige Volatilität. Wer jedoch einen Bestand langfristig für viele Jahre oder Jahrzehnte zu halten gedenkt, braucht darüber keinen Schlaf zu verlieren – der im Code der Kryptowährung festgeschriebenen Coin-Obergrenze von 21 Millionen sei Dank. Die bisherige Wertentwicklung von Bitcoin gibt vielmehr zur berechtigten Hoffnung Anlass, dass die Preiszunahme bei der Kryptowährung rascher voranschreitet als das Tempo der Geldentwertung.

 

Die Bitcoin-Rente: Wie viel brauche ich zum Leben?

Mithilfe verschiedener Online-Berechnungstools können neugierige Geister mutmassen, ab wann sie mit einer Bitcoin-(Früh-)Rente ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Dabei lassen sich verschiedene Parameter im Sinne von individuellen Annahmen anpassen.

Gehen wir von einem hypothetischen Beispiel einer 45-jährigen Person aus, die bereits 1 Bitcoin hält und pro Jahr für rund 5 000 USD weitere Bitcoin kauft. Die jährliche Inflation betrage das einstellbare Maximum von 0,5 Prozent, die jährliche Wertzunahme von Bitcoin wird auf 20 Prozent veranschlagt. Weiter nehmen wir an, dass die Person ab der Pensionierung einen relativ hohen jährlichen Vermögensverzehr von 200 000 USD haben wird.

 

In diesem Szenario wird die Bitcoin-Sparerin mit 57 Jahren ihre Bitcoin-Ersparnisbildung einstellen, sich zur Ruhe setzen und von einer jährlichen Rente von 0,053 Bitcoin leben können. Am Ende ihres Lebens bleiben bei dieser Beispielrechnung zudem immerhin noch fast 0,2 BTC übrig.

 

Frühes Bitcoin-Sparen lohnt sich

Inwiefern sich individuelle Lebensumstände und -präferenzen sowie Bedingungen auf der Makroebene (z. B. Inflation, Wertsteigerung von Bitcoin) mithilfe solcher Hilfsmittel erfolgreich durch solche Modelle abbilden lassen, wollen wir an dieser Stelle offenlassen.

Unabhängig von den Umständen des Einzelfalls lässt sich jedoch eine klare Feststellung machen: Wer früh mit dem Aufbau von Bitcoin-Ersparnissen anfängt, ist im Vorteil. Während in der «guten alten Zeit» der Zinseszinseffekt Sparer belohnte, ist es bei Bitcoin die inhärente Knappheit dieser neuen Form von Geld, die zum frühzeitigen und stetigen Aufbau eines Guthabens motivieren sollten.

 

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